Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH
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Energieregion Lausitz ZukunftsdialogGemeinsam Perspektiven entwickeln.

Lenkungskreis Mobilitätsstrategie Wirtschaftsraum Spreewald

Der Lenkungskreis des Modellvorhabens "Lebendige Regionen" » tauschte sich am 16. Februar 2017 im Stadthaus Cottbus über wesentliche Meilensteine im Projekt aus und stellte die Weichen für den weiteren Projektverlauf.

Im Modellvorhaben „Lebendige Regionen – Aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe“ wird in den kommenden 1,5 Jahren eine Mobilitätsstrategie für den Wirtschafstraum Spreewald erstellt. Der Lenkungskreis, bestehend aus jeweils einem Vertreter der Landkreise Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und der Stadt Cottbus sowie der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald, dem Biosphärenreservat Spreewald, dem Spreewaldverein e.V., dem vbb und dem Tourismusverband Spreewald. Unterstützt von der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH werden inhaltliche Schwerpunkte gesetzt und ausgestaltet.

Die Teilnehmer erhielten zunächst einen Überblick über die bisherigen Analyseergebnisse. Aus der Bereisung der Kommunen in der Modellregion und dem Kick-off wurden vier Hauptprobleme des Wirtschaftsraumes Spreewald definiert. Diese sind die zeitweise hohe Auslastung des Kernspreewaldes durch die Touristen, ein hohes Aufkommen am motorisierten Individualverkehr, was mit dem Erreichbarkeitsproblem verschiedener Zielgruppen, insbesondere der Auszubildenden und der Fachkräfte im Hotel- sowie Gaststättengewerbe einhergeht und die hohe Umweltbelastung. Mithilfe dieser Erkenntnisse und der Recherche zu den regionalen Konzepten konnten drei Handlungsfelder abgeleitet werden:

  • Nahversorgung und Daseinsvorsorge
  • Tourismus, Wirtschaft und Dienstleistungen
  • Mobilität und Umwelt

Für jedes Handlungsfeld wurden Maßnahmen entwickelt, die sich teilweise in den regionalen Konzepten wiederfinden, aber aus finanziellen Gründen noch nicht umgesetzt werden konnten. Zusammen mit Best-Practice-Beispielen wurde diese dem Lenkungskreis vorgestellt. Die Teilnehmer diskutierten ausführlich über die vorgeschlagenen Maßnahmen. Ziel ist es, eine ausgewählte Anzahl an Maßnahmen so zu entwickeln, dass diese in der zweiten Förderphase, vorbehaltlich einer Bewilligung, umgesetzt werden können. Aus diesem Grund legte der Lenkungskreis fest, sich in der weiteren Projektarbeit auf die Entwicklung folgender Maßnahmen zu fokussieren:

  • Gästecard
  • Ringbuslinie
  • Auszubildendenmobilität, kurz Azubilität

Die Gästecard existiert bereits in vielen Urlaubsregionen Deutschlands. Der Tourismusverband Spreewald hat bereits Vorarbeiten durchgeführt und neben weiteren Partnern auch den vbb für die Mitarbeit gewinnen können. Die Karte soll die Auslastung des ÖPNV mittels Vergünstigungen steigern. Eine Voraussetzung dafür ist die Verbesserung der Anschlussstellen und die Möglichkeit des Modal Split im gesamten Spreewald. Eine sog. Ringbuslinie soll den Wirtschaftsraum naturverträglicher erreichbar machen. Dafür wird zunächst eine Potenzialanalyse in Auftrag gegeben.

Neben der Gästecard und der Ringbuslinie einigte sich die Runde, eine Lösung für die Problematik der Auszubildendenmobilität oder auch kurz Azubilität zu finden, um dem Fachkräftemangel entgegen zu treten. Hierfür müssen nun ausführliche Daten erhoben werden, um kleinräumige Maßnahmen abzuleiten.

Eine Exkursion im zweiten Quartal soll den Mitstreitern im Vorhaben die Möglichkeit geben, von anderen Regionen zu lernen und mit Betreibern von vergleichbaren Lösungen in Kontakt zu treten.

  • Stadt CottbusStadt
    Cottbus
  • Landkreis Dahme-SpreewaldLandkreis
    Dahme-Spreewald
  • Landkreis Elbe-ElsterLandkreis
    Elbe-Elster
  • Landkreis Oberspreewald-LausitzLandkreis
    Oberspreewald-Lausitz
  • Landkreis Spree-NeißeLandkreis
    Spree-Neiße