Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH
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Energieregion Lausitz ZukunftsdialogGemeinsam Perspektiven entwickeln.

Schwarzwaldprojekte in der Erkundung

Auf Initiative der Energieregion Lausitz informierte sich eine Delegation von regionalen Touristikern sowie Verkehrsbeauftragten des Wirtschaftsraumes Spreewald Mitte Mai 2017 im Schwarzwald. Ziel war es, im Rahmen des Bundes-Modellvorhabens „Lebendige Regionen" Erfahrungswissen zu den Themen sanfter Tourismus sowie Fachkräftemangel in ländlich geprägten Regionen zu sammeln.

Im Rahmen des MORO Projektes "Lebendige Regionen – Aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe" der Energieregion Lausitz wird die nachhaltige Erreichbarkeit touristischer Destinationen sowie der Betriebe im Hotel- und Gaststättengewerbe im Wirtschaftsraum Spreewald betrachtet.

„In einem ersten Schritt haben wir eine Analyse vorgenommen und erste Handlungsfelder definiert. Hier wurde gezielt nach best practice Beispielen in anderen Tourismusregionen gesucht und nun mit regionalen Akteuren geschaut, wie erfolgreiche Ansätze in den Wirtschaftsraum Spreewald transformiert werden können.", führt Norman Müller, Geschäftsführer der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH aus. Er betont die Wichtigkeit, nicht nur mit lokalen Akteuren in Austausch zu treten, sondern auch von best practice Beispielen anderer Regionen zu lernen.

Teil dessen war der zweitägige Besuch des Schwarzwaldes. Die Schwarzwald Tourismus GmbH hat seit 2005 ein Produkt auf dem Markt, welches die kostenlose Nutzung des Regionalen ÖPNV für Übernachtungstouristen ermöglicht. Das sogenannte KONUS-Modell (Kostenlose Nutzung des ÖPNV für Schwarzwaldurlauber) fördert eine nachhaltige Tourismusentwicklung, die Sicherung des ÖPNV-Angebotes insbesondere in den ländlich geprägten Regionen und schafft Wettbewerbsvorteile im Tourismussektor.

Auf dieses Modell sattelt ein weiteres Produkt, die „Hochschwarzwaldcard", auf. Anders als bei der KONUS-Karte, wo die Gemeinde entscheidet teilzunehmen, kann hier der Beherbergungsbetrieb einen Vertrag mit der Hochschwarzwald Tourismus GmbH abschließen und so seinen Gästen kostenlosen Eintritt in 100 Attraktionen ermöglichen. Darunter fallen Bäder, Museen, Skilifte, die Ausleihe eines eAutos. Der Gast erhält in diesen Beherbergungsbetrie-ben beim Check-in ab der zweiten Übernachtung diese Karte.

Begeistert äußerte sich Exkursionsteilnehmerin Annette Ernst, Leiterin Tourismusverband Spreewald. „Vor allem die KONUS-Karte wäre eine absolute Bereicherung für unsere Region." Zwei Klappen wären damit geschlagen. „Zum einen wird der motorisierte Verkehr aus den touristischen Naherholungsgebieten verlagert. Des Weiteren können durch die zusätzlichen Einnahmen im öffentlichen Nahverkehr Bus- und Bahnlinien gesichert bzw. ausgebaut und Taktungen verbessert werden."

„Die Steigerung der regionalen Wertschöpfung ist unverkennbar.", so Norman Müller. „Der Gast erhält mit dem Übernachtungspreis ein umfangreiches, frei zugängliches Angebot. Regionale Anbieter profitieren. Über eine Umlage können touristische Angebote grundfinan-ziert und sehr gut kalkuliert werden. Dies schafft Steuerungsmöglichkeiten und eine zielgerichtete Ausdehnung der Leistungsbasis."

Am zweiten Tag standen nicht touristische Produkte, sondern die Fachkräftesituation im Vordergrund. Auch hier sind besonders ländliche Gegenden vom Fachkräftemangel betroffen und es werden unterschiedliche Maßnahmen ergriffen, um gegen zu steuern.

Die Akteure aus dem Wirtschaftsraum Spreewald sammelten viele Eindrücke und Ideen. Für die Mobilitätsstrategie des Wirtschaftsraumes Spreewald gilt es nun zu prüfen, inwieweit eine Umsetzung solcher Produkte in der eigenen Region möglich ist und wie damit Mobilität der Fachkräfte, insbesondere der Auszubildenden verbessert werden kann.

 

Weitere Information:

Die Exkursionsgruppe setzte sich aus 16 Teilnehmer der folgenden Institutionen zusammen: der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH, der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald, dem Tourismusverband Spreewald, dem Tourismusverband Dahme-Seen e.V., dem Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V., dem Projektbegleiter IGES Institut GmbH, dem VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH, der TMB Touris-mus-Marketing Brandenburg GmbH sowie Mitarbeitern der Landkreise Oberspreewald-Lausitz, Dahme-Spreewald, Spree-Neiße, der Stadt Cottbus und des Amtes Burg.

Das Modellvorhaben „Lebendige Regionen – Aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe" ist ein MORO- Forschungsprojekt der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH, welches vom BBSR sowie BMVI gefördert wird. Die Projektlaufzeit ist vom 01.08. 2016 bis 31.07.2018. Dieses soll zusammen mit dem Bund ab August umset-zungsorientiert fortgeführt werden. Mit dem Projekt wird die Verbesserung der Mobilitätssituation im Wirtschaftsraum Spreewald durch das Erstellen von bedarfsgerechten Maßnahmen angestrebt.

 

Pressemitteilung der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH vom 19.05.2017

Ansprechpartner

Projekt-MORO, Radverkehr,
E-Mobilität, Leitbild
Projektmanagerin
Frau Ariane Kölling
Tel.: +49 (0)355/28890404
Fax: +49 (0)355/28890405
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