Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH
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10. Brandenburger Energieholztag

Die Energieregion Lausitz hat als Schirmherr am 21.08.2014 zum 10. Brandenburger Energieholztag nach Bloischdorf geladen. Auch zum Jubiläumsjahr sind wieder zahlreiche Akteure aus dem Bereich Bioenergie zum Erfahrungsaustausch in die Museumsscheune erschienen.

Trotz der mit der Novellierung des EEG schlechteren Rahmenbedingungen für die Bioenergie waren sich die politischen und wissenschaftlichen Vertreter als auch Praktiker einig, dass der Anbau holzartiger Biomasse weiter steigen wird.

„Die EEG-Änderung mit einer Begrenzung des jährlichen Zubaus von höchstens 100 Megawatt für die Bioenergie scheint vor dem Hintergrund der Bedeutung der Bioenergie, welche über acht Prozent zur Deckung des deutschen Endenergiebedarfs für Strom, Wärme und Mobilität beiträgt und damit 70 Prozent der erneuerbaren Energien stellte, zu wenig.“, sagt Norman Müller, Geschäftsführer der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH.

„Die Energiewende hält entlang des Energieversorgungssystems große Herausforderungen parat. An vielen Themen wird in der Region im Verbund zwischen Firmen und Wissenschaftseinrichtungen gearbeitet. Beispielgebend für die weitere Entwicklung der Bioenergie sind Agroforstsysteme.“, so Norman Müller weiter. Mit der Einbeziehung von Baum- und Strauchreihen in der Landwirtschaft werden ökologische und ökonomische Vorteile erzielt. Die Nährstoffentwicklung und die Wasserverfügbarkeit des Bodens wirken sich auch ertragssteigernd aus.

„Durch die reduzierende Windgeschwindigkeit auf dem Acker wird der Boden vor Erosion geschützt.“, führt Prof. Dirk Freese von der BTU Cottbus—Senftenberg in seinem Fachvortrag aus. „Deutlich wird dies auf bestehenden Versuchsflächen, zum Beispiel in Neu Sacro bei Forst (Lausitz), wo sieben Streifen à zehn Meter auf einer 70 Hektar-Fläche angelegt sind.“, führt Norman Müller aus.

Positiv wirkt hier auch die vom EU-Rat angestrebte Reform der gemeinsamen Agrarpolitik ab 2015, sofern KUP im Rahmen von Agroforstsystemen als ökologische Vorrangflächen anerkannt wird. Mit den sogenannten „Greenings“ ist für die Ausschüttung der Flächenprämien von 30 % die Umwandlung von mindestens 5 % der Betriebsfläche in ökologische Vorrangflächen notwendig gebunden.

„Dies ermöglicht den Landwirten die Anerkennung von KUP im Rahmen des „Greenings“ – eine Erweiterung des Portfolios – und gleichzeitig eine ökologisch sinnvolle Nutzung dieser Flächenanteile. Dies wird eine Erhöhung der KUP-Anbaufläche mit kleinteiligen Verwertungsketten stark befördern, sofern die Zustimmung des EU-Parlaments erfolgt und die Umsetzung auf nationaler Ebene greift.“, ist sich Norman Müller sicher.

 
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